Konstantin Neven DuMont: Von einem der antrat die Welt zu verbessern

Spätestens seit dem unfreiwilligen Ausscheiden DuMonts aus dem Familienunternehmen und der „Niggemeier-Affäre“ ist der Verlegersohn Konstantin Neven DuMont im Internet bekannt wie ein bunter Hund. Diese Bekanntheit will er nun nutzen und tritt an die Welt zu verbessern, mit einem Internet-Portal, dass „kritisch – nachhaltig – direkt – meinungsbildend“ sein soll. Doch PR mäßig ist das Ganze schon jetzt eher ein Flopp.

Als würden die diversen eher wenig positiven Berichte nicht reichen, sorgen DuMonts neue Mitarbeiter jetzt höchstpersönlich für einen PR-Gau. Treue Leser dieses Blogs erinnern sich vielleicht noch an die Presse-Trolle.

Auf der Website von KNDM, so soll die neue Seite heißen, „kritisch – nachhaltig – direkt – meinungsbildend“ eben, kann man sich aktuell für einen Job dort bewerben oder für die ehrenamtliche Mitarbeiter. Und getreu des eigenen Mottos „direkt“ bekamen alle Bewerber prompt eine Antwort, sie möchten doch bitte die üblichen Bewerbungsunterlagen, wie Zeugnisse usw., schicken. Etwas „kritisch“ war dabei allerdings, dass Frau Janine Otto, laut Signatur Redakteurin bei KNDM, die Adressen der Bewerber nicht als BCC in die Mail packte, auch nicht als CC, sondern alle als Empfänger angab. Das führte natürlich zu „nachhaltiger“Begeisterung bei einigen Empfängern die nun, vermutlich zum Zwecke der „Meinungsbildung“, damit begannen, Rundmails an alle Bewerber zu schreiben, das KNDM-Prinzip war also perfekt umgesetzt.

Nach gefühlten tausend Mails gipfelte das Ganze dann noch in der Gründung einer passenden Gruppe auf Facebook. Herr DuMont freute sich auch über diese Gruppe, die ohne sein „Zutun“ entstanden war. Offensichtlich hatte Frau Otto nicht von ihrem Zutun berichtet.

Fazit: Ein eindeutiger Fehlstart. Fehler können überall passieren, die E-Mails von dutzenden Bewerbern offenzulegen allerdings ist eine Datenschutzpanne die man durch leichtes nachdenken und überfliegen einer Mail verhindern kann und hilft nicht gerade das vertrauen in ein neues Medium zu stärken.

Comments
  1. Eine Mitarbeiterin hat einen bedauerlichen Fehler gemacht. Wir sind uns darüber einig, dass so ein peinlicher Fauxpas in Zukunft nicht mehr passieren darf. Selbstverständlich hat sich die Mitarbeiterin bei den circa 60 betroffenen E-Mail-Empfängern für ihr Verhalten bereits entschuldigt. Da man E-Mails technisch immer noch nicht zurückrufen kann, können wir im Nachhinein leider nicht mehr tun.

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