Für Freiheit, Friede und Konsum

Zugegebenermaßen, die aktuelle Diskussion um die Schließung (saarländischer) Bundeswehrstandorte verwirrt mich zunehmend. Dachte ich bisher, Bundeswehreinsätze im Inneren seien durch unser Grundgesetz nicht erlaubt, habe ich im Laufe der Diskussion den Eindruck gewonnen: Der wichtigste Einsatzort für die Bundeswehr ist längst im eigenen Land, nämlich an der heimatlichen Konsumfront.

Da möchte der Bundesminister Kasernen schließen, weil es einfach weniger Soldaten gibt im Zuge der Bundeswehrreform, das klingt für mich eigentlich logisch. Für Lokalpolitiker und auch viele Saarländer scheint das anders zu sein. Wichtigstes (und nicht selten das einzige) Argument gegen die Schließung ist dabei der Wirtschaftsfaktor der Kasernen.

Ich finde es nicht nur wirtschaftlich, sondern auch moralisch höchst fragwürdig, dass unsere Armee jetzt ein Konjunkturprogramm sein soll und junge Menschen an der Waffe ausgebildet werden um heimische Unternehmen zu retten. Die Zahl der Kasernen und Soldaten sollte nicht an wirtschaftlichen Interessen, sondern an Wehrfragen festgemacht werden.

Es gibt schon Ideen für die Verwendung des Kasernen-Geländes in Saarlouis, eine davon, die ich für besonders prüfenswert halte, ist die Errichtung eines Gründerzentrums, damit könnte man die Wirtschaft vor Ort sinnvoll und direkt fördern.

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