Wenn Rentner Fernseh machen – ARD-Vorsitzende Piel im Tagesspiegel Interview

Ja, ältere Menschen müssen besser in das Berufsleben integriert werden, damit sie auch wirklich bis zu ihrer Rente arbeiten können, außerdem kann die große Erfahrung, die die Älteren Arbeitnehmer mitbringen sehr hilfreich für Unternehmen sein.

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Nein, das gilt offensichtlich nicht für den ARD-Vorsitz und Frau Piel, wie sie eindrucksvoll in einem Interview mit dem Tagesspiegel beweist.

Was ich dort so lesen musste, hat mich teilweise sehr beeindruckt, denn mit so wenig Verständnis für das Internet, hätte ich selbst bei einer ARD-Vorsitzenden nicht gerechnet.

Ich bin über die Beschränkung im Netz aber gar nicht in allen Punkten unglücklich. Es darf nicht um Masse im Web gehen. Lieber weniger Inhalte im Internet, aber dafür höchste Qualität.

Also nur damit wir das Alle richtig verstehen: Die ARD produziert und strahlt offenbar Sendungen  aus, die Qualitativ so schlecht sind, dass Frau Piel sie lieber nicht im Internet sehen möchte, für das Fernsehen sind sie aber noch ok. Das mutet zwar schon seltsam an, ist aber im Vergleich zu dem, was dann kommt, noch relativ harmlos:

Er [Döpfner, der Springer-Chef,] will eine Allianz der Qualitätsanbieter im Wettbewerb, unter anderem gegen Google, Apple und Vodafone. Die ARD steht dafür bereit. […]

[Auf die Frage ob Google eine Bedrohung ist:]
Natürlich. Das gilt aber nicht nur für uns, sondern für alle Qualitätsmedien.

Also, nochmal für mich: Die Aufgabe der ARD ist es doch (vereinfacht gesagt) die Bürger in Deutschland mit Informationen und Unterhaltung zu versorgen. Ziel dabei sollte also sein möglichst viele Bürger zu erreichen. Aufgabe der ARD ist es nicht Gewinne zu erzielen und die Website der ARD ist werbefrei. Jetzt kommt der böse amerikanische Großkonzern (Google) und macht die Inhalte der ARD für viele Menschen einfach zugänglich und Auffindbar… SKANDAL!

Insgesamt lässt sich die Internetkompetenz von Frau Piel sehr treffen zusammenfassen mit folgendem Zitat:

Den Geburtsfehler des Internets – kostenlose Inhalte – zu beseitigen ist aber schwierig und langwierig.

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